Schwarze Engel Flums
Chronik 1954 - 1994
 

 

Vorwort

Vermutungen zufolge liege das fasnächtliche Treiben germanischem Totenglauben zugrunde, oder sei ein mystischer Versuch, den Winter zu vertreiben. Wie dem auch sei, hoch zu und her ging es alleweil. So mussten schon im 14. Jahrhundert die Leibeigenen dem Herrn auf Burg Gräpplang alljährlich ein Fasnachtshuhn abliefern, was mindestens seiner Stimmung bestimmt nicht schadete. Wann genau die heutige Flumser Fasnacht entstand, weiss aber niemand so genau. 200 Jahre wird es wohl schon her sein. Auf jeden Fall ist sie die des einfachen Mannes geblieben.

Mit dieser kleinen Chronik soll die Geschichte der Schwarzen Engel von Flurns etwas näher betrachtet werden. Dem Leser wird sie Einblick in ein Brauchtum geben, welches nicht nur von Höhen gekennzeichnet war. Die Anekdötchen mögen dazu beitragen, dieses Gut zu verstehen und weiter zu pflegen. Hier findet sich auch die Wurzel vieler Freundschaften. Die Chronik wurde mittels überlieferten Unterlagen und von mündlichen Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Sollten gewisse Ereignisse ungenau wieder gegeben oder gar vergessen worden sein, bitte ich die Betroffenen "Narren" um Verständnis.



Ich möchte Dir, Hofnarr Hugo I, für all Deine Bemühungen ganz herzlich danken. Ohne Dein Zutun wäre die Schaffung dieser Chronik nicht möglich geworden.

Balz Lendi, Niete
Chur, 5. Februar 1994

Dank
An dieser Stelle möchte ich Allen bestens danken, die mir beim Zusammentragen der Unterlagen geholfen haben. Ich wünsche Euch genüssliche Augenblicke beim Lesen dieser Chronik.